Leon, die Geschichte meines Hundes aus dem Auslandstierschutz

In grauer Vorzeit habe ich mehrfach Hunde aus schlechter Haltung übernommen. Es war schön zu sehen wie sie auflebten nachdem sie verstanden das ein glücklicheres Leben begonnen hat. Da ich damals selbstständig war, war die Zeit oft knapp und so fanden Sie nach einiger Zeit mit mir ihr Glück in neuen Familien. Den letzten haben meine Eltern übernommen wo er ein glückliches Leben mit rund um die Uhr Betreuung und Auslauf auf einem großen Grundstück führte und ich oft Kontakt zu ihm hatte.

Danach folgten Hundelose Jahre bis wir vor uns entschlossen wieder einen Hund zu nehmen. Die Suche in diversen hiesigen Tierheimen verlief nicht so gut. Wir waren in kleinen die sich sehr bemühten, aber keinen passenden  hatten. Die großen Tierheime in den großen sächsischen Städten hatten zwar mehr Hunde, aber der Umgang mit uns als Interessenten war nicht der beste (freundlich beschrieben). So ergab es sich das wir erst vor einem anderthalben Jahr einen kleinen Malteser Mischlingswelpen  aus einem Wurf nach einem „Verkehrsunfall“ der Hündin einer Freundin  übernommen haben. Und der kleine Kerl veränderte meine Sichtweisen und Leben völlig.

Auslandstierschutz ist zwar schon lange für mich ein Thema. Anfangs habe ich aber der aus heutigen Sicht – Hetze  (Eine andere Bezeichnung fällt mir für die Anfeindungen und Lügen nicht ein) mancher heimischen Tierschutzvereine geglaubt und wollte die dort beschriebenen Machenschaften nicht unterstützen, obwohl mir die Bilder des Leids der Hunde die bei Facebook immer wieder auftauchten nahe gingen. Betroffen von den Zuständen, besonders in Rumänien habe ich deshalb nur gelegentlich etwas gespendet und bei Facebook geteilt.

Nachdem unser kleiner Helmut angekommen ist werden die Bilder immer unerträglicher und der Wille wieder mehr zu tun als gelegentliches Teilen, ein paar Euro spenden und Hilfe bei Onlineaktivitäten wächst. Durch viele Kontakte und eigenes erleben wird mir klar das nicht stimmt was einige einheimische Tierheime verbreiten. Sicher gibts schwarze Schafe. Aber die gibt es überall.

Da ich nicht so Vereinsmeier bin und immer wieder Notpflegestellen gesucht werden möchte ich hier mithelfen.

Allerdings ist Chemnitz für viele der aktiven Vereine ziemlich abgelegen, daher verging einige Zeit bis sich etwas ergab.  Wir haben für einen Verein einen Termin für die Vorkontrolle gemacht um die Voraussetzungen für die schnelle Übernahme eines Pfleghundes zu schaffen.

Aber es kam anders. Ende November sah ich einen Hilferuf bei dem es um einen Hund aus Spanien ging dem die Tötung droht.

+++ HUND OHNE ZUKUNFT BRAUCHT DRINGEND EIN ZUHAUSE! +++
.
Kilian (Rüde, kastriert)
Geb. 20.03.2010
63cm, ca. 30kg,
Derzeit noch in Spanien
.
Unsern stolzen Kilian mit dem goldfarbenen Fell hatte man wahrscheinlich ausrangiert, ausgesetzt – so landete er in der Tötungsstation und kurz darauf auf der Tötungsliste. Vielleicht war er zu alt, zu “durchschnittlich”, seine Geschichte zu wenig dramatisch… oder warum sonst interessierte sich über Wochen und Monate niemand führ ihn, wieso sonst wollte man ihn seinem tödlichen Schicksal überlassen?

Die Reaktionen waren spärlich, daher bot ich an das ich ihn in Pflege nehme , auch ohne Unterstützung des Vereins der sich gerade auflöste um ihn vor der Tötung zu bewahren und später in Ruhe eine Endstelle zu suchen.

So richtig dachte ich nicht das es klappt, denn für so einen tollen Hund findet sich bestimmt jemand. Aber es meldete sich keiner weiter. Da ich auf Grund meiner nicht besonders großen Wohnung keinen weiteren Hund auf Dauer will erst einmal als Pflegestelle, auch ohne weitere Unterstützung des aufgelösten Vereines.

So tauschten wir uns aus, Fragebogen und Vorkontrolle wurden erledigt und dann vor dem angepeilten Ankunftstermin stand fest. Er kommt zu mir.

 

Leon- Auslandstierschutz
Kilian (Leon) Facebook Anzeige – Auslandstierschutz

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.